Magnesiumbisglycinat bei Stress – Welche Produkte wirken und was zu beachten ist
Dreißig ungelesene Mails am Morgen, eine verschobene Deadline am Nachmittag, und um halb eins liegt man noch wach, weil die Gedanken nicht abschalten. Was dabei oft übersehen wird: Dauerstress ist nicht nur ein Zustand im Kopf, sondern ein Stoffwechselereignis. Unter Cortisol und Adrenalin verbraucht und verliert der Körper mehr Magnesium als sonst – und ein niedriger Magnesiumspiegel macht wiederum empfindlicher für Stress. Genau deshalb rückt eine bestimmte Magnesiumform in den Mittelpunkt, wenn es um Nerven, Anspannung und Schlaf geht: Magnesiumbisglycinat. Wir haben sieben Präparate, die derzeit in Apotheken und bei Amazon besonders häufig gekauft werden, nach Dosierung, Reinheit, Verträglichkeit, Alltagstauglichkeit und Preis-Leistung verglichen und daraus unseren Magnesiumbisglycinat Testsieger bestimmt. Anschließend erklären wir, was die Forschung zu Magnesium bei Stress belegt, wie man richtig dosiert und woran man ein gutes Produkt vom Etikettenschwindel unterscheidet.
Das Wichtigste vorab: Warum Bisglycinat und worauf es ankommt
Magnesium ist nicht gleich Magnesium. Entscheidend ist, woran das Mineral gebunden ist. Magnesiumoxid, in vielen günstigen Präparaten enthalten, wird nur zu einem kleinen Teil aufgenommen und wirkt eher abführend als entspannend. Bei Magnesiumbisglycinat ist jedes Magnesium-Ion an zwei Moleküle der Aminosäure Glycin gebunden – ein sogenanntes Chelat, das über die Aminosäure-Transportwege im Dünndarm aufgenommen wird und die Verdauung praktisch nicht belastet. Dazu kommt ein Detail, das gerade bei Stress zählt: Glycin selbst wirkt im Gehirn als hemmender Botenstoff und wird mit besserer Schlafqualität in Verbindung gebracht. Beim Vergleich der Produkte haben wir deshalb auf vier Dinge geachtet: Wie viel elementares Magnesium steckt tatsächlich in der Tagesdosis (die große Zahl „1500 mg Bisglycinat” auf der Vorderseite bedeutet nur rund 300 mg Magnesium)? Wie kurz ist die Zutatenliste, und stimmt sie mit den Werbeaussagen überein? Wie viele Kapseln muss man am Tag nehmen? Und was kostet eine Tagesportion wirklich?
Magnesiumbisglycinat Testsieger und Alternativen: 7 Produkte bei Stress im Vergleich
Platz 1: Provilea, unser Magnesiumbisglycinat Testsieger
Das Präparat von Provilea bringt in zwei Kapseln 1500 mg Magnesiumbisglycinat mit 300 mg elementarem Magnesium unter – exakt die Dosis, die in der weiter unten zitierten Stressstudie eingesetzt wurde. Was uns überzeugt hat, ist vor allem das, was nicht drin ist: Die Zutatenliste besteht aus der Magnesiumverbindung und einer pflanzlichen Kapselhülle aus Hydroxypropylmethylcellulose. Keine Füllstoffe, kein Trennmittel, keine Aromen, keine Vitamine, die man vielleicht gar nicht zusätzlich braucht. Zwei Kapseln morgens zum Frühstück decken 80 Prozent der Referenzmenge, was gerade für Menschen mit vollem Terminkalender praktisch ist, weil man nicht an drei Einnahmezeitpunkte denken muss. Zwei Zutaten, 300 mg Magnesium in zwei Kapseln, 14,90 Euro für den Monatsvorrat – mehr muss ein Reinprodukt unserer Meinung nach nicht können, um Testsieger zu werden. Die vollständigen Pflichtangaben zum Provilea Magnesiumbisglycinat stehen auf der Produktseite bei DocMorris (https://www.docmorris.de/provilea-magnesiumbisglycinat-testsieger-jetzt-20-sparen/M6W3JJ83). Für die Basisversorgung bei Stress ist es unsere erste Wahl.
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Platz 2: Nutrifair Magnesiumbisglycinat 1500 mg (365 Kapseln)
Nutrifair liefert pro Tagesdosis ebenfalls 300 mg elementares Magnesium aus 1500 mg der Chelatverbindung, verteilt diese allerdings auf drei Kapseln, die man über die Mahlzeiten nehmen soll. Das Familienunternehmen produziert in Deutschland nach HACCP-Standard und lässt die Chargen von unabhängigen deutschen Laboren prüfen – bei einem Rohstoff, der häufig aus Nicht-EU-Ländern stammt, ein echtes Qualitätsargument. Die Rezeptur verzichtet auf Magnesiumstearat, Siliciumdioxid, Farbstoffe und Gentechnik und ist vegan. Der größte Pluspunkt ist die Packungsgröße: 365 Kapseln für 24,95 Euro ergeben bei drei Kapseln täglich einen Vorrat für rund vier Monate und einen Tagespreis von etwa 20 Cent – günstiger ist in diesem Vergleich kein Reinprodukt. Der praktische Dosierdeckel mit Frischesiegel ist ein nettes Detail für unterwegs. Dass es nicht zum Magnesiumbisglycinat Testsieger gereicht hat, liegt an der Dreier-Dosierung, die unter Stress leichter vergessen wird, und an der noch dünnen Bewertungsbasis, da das Produkt erst seit Kurzem bei Amazon gelistet ist. Wer sich langfristig eindecken will und keine Versandapotheke nutzen möchte, macht hier nichts falsch.
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Platz 3: 4 HIM & HER Magnesium-Bisglycinat-Komplex mit Citrat, Malat und B6
Dieser 3-in-1-Magnesiumkomplex der schwedischen Marke 4 HIM & HER verfolgt einen anderen Ansatz: Statt reines Bisglycinat anzubieten, kombiniert er die Chelatform mit Magnesiumcitrat und Magnesiummalat und ergänzt aktives Vitamin B6 (Pyridoxal-5-Phosphat). Zwei Kapseln täglich liefern 1279 mg Gesamtkomplex mit 250 mg elementarem Magnesium, also 67 Prozent der Referenzmenge, plus 5 mg B6. Der Vorteil liegt in der breiteren Aufnahme über verschiedene Transportwege und in der B6-Ergänzung, die laut Studienlage gerade bei starkem Stress einen Zusatznutzen bringt. Der Nachteil: Der Bisglycinat-Anteil fällt naturgemäß kleiner aus als bei einem Reinprodukt, und wer gezielt den beruhigenden Glycin-Effekt sucht, bekommt davon weniger. Hergestellt wird in Europa nach GMP-Standard mit unabhängiger Laborprüfung auf Schwermetalle, die Kapseln sind vegan und klein. Mit 13,17 Euro für 90 Kapseln (45 Tage) liegt der Tagespreis bei rund 29 Cent. Über 500 Bewertungen mit 4,6 Sternen sprechen für eine solide Verträglichkeit. Für Menschen, die neben Stress auch Muskelkrämpfe oder Verdauungsträgheit kennen, ist die Kombination eine sinnvolle Alternative zum Reinpräparat.
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Platz 4: AlpsNature Magnesium-Bisglycinat 1500 mg mit Taurin, B6 und D3
AlpsNature packt in die Tagesdosis 1500 mg der Verbindung, also 300 mg elementares Magnesium, und ergänzt Taurin, aktives Vitamin B6 und Vitamin D3. Für das Thema Stress ist das eine durchdachte Zusammenstellung: Taurin wird eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem zugeschrieben, B6 bringt laut Studienlage bei starkem Stress einen Zusatznutzen, und D3 fehlt in den Wintermonaten ohnehin den meisten. Wer also nicht drei Dosen nebeneinander stellen will, bekommt hier die Stresskombination in einer. 120 Kapseln kosten 14,95 Euro, hergestellt wird in Frankreich, die Dosierung der Hauptzutat entspricht der des Testsiegers. Abstriche gibt es bei der Transparenz: Die Kapseln sind laut Hersteller vegetarisch, nicht vegan, eine unabhängige Laborprüfung wird nicht genannt, und die Marke ist noch so neu, dass die bislang gut 50 Bewertungen mit 3,7 Sternen wenig Aussagekraft haben. Wer die Kombi-Formel schätzt und nicht auf eine etablierte Marke angewiesen ist, findet hier ein preiswertes Paket; wer reines Magnesium ohne Beiwerk will, greift zu einem der Plätze davor.
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Platz 5: natural elements Magnesiumbisglycinat (180 Kapseln)
Die Dose von natural elements gehört mit mehr als 11.000 Bewertungen und 4,6 Sternen zu den meistverkauften Magnesiumpräparaten bei Amazon, und das aus gutem Grund: Die Marke produziert in Deutschland, lässt jede einzelne Produktionscharge von unabhängigen Laboren prüfen und stellt die Untersuchungsbescheinigungen online ein. Die Rezeptur ist so schlank wie beim Magnesiumbisglycinat Testsieger – außen die pflanzliche Kapselhülle, innen ausschließlich Magnesiumbisglycinat, keine Füllstoffe, keine Trennmittel, keine Aromen. Drei Kapseln täglich liefern 300 mg elementares Magnesium, die 180er-Dose reicht zwei Monate. Mit 23,99 Euro ist der Tagespreis von rund 40 Cent fair, aber der höchste unter den Reinprodukten im Vergleich. Dass das Produkt trotz der starken Bewertungsbasis nur auf Platz 5 landet, hat zwei Gründe: die Dreier-Dosierung, die im hektischen Alltag schlicht leichter vergessen wird als zwei Kapseln zum Frühstück, und der Preis, für den Nutrifair bei nahezu identischer Rezeptur doppelt so viele Kapseln liefert. Wer Wert auf eine große, etablierte Marke mit maximaler Transparenz legt, bekommt hier dennoch ein ausgesprochen verlässliches Produkt.
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Platz 6: LA.GA Magnesium-Bisglycinat mit Vitamin B6, B1 und B5
Diese Magnesium-Bisglycinat-Kapseln von LA.GA aus italienischer Produktion setzen auf eine Kombination mit drei B-Vitaminen, die Nerven und Psyche stützen und Müdigkeit verringern sollen – für die Zielgruppe „Stress” ist das inhaltlich stimmig. 120 Kapseln für 14,90 Euro ergeben bei der empfohlenen Einnahme von einer bis drei Kapseln täglich einen Vorrat von bis zu vier Monaten; die Bewertungen fallen mit 4,5 Sternen bei knapp 190 Rezensionen gut aus. Zwei Punkte haben uns aber vom vorderen Feld ferngehalten. Erstens die Dosierung: Pro Tagesportion werden nur 250 mg Magnesium ausgewiesen, und wer die Dose tatsächlich vier Monate strecken will, nimmt lediglich eine Kapsel – also deutlich weniger als die in Studien eingesetzten 300 mg. Zweitens die Zutatenliste: Während die Produktbeschreibung mit „frei von Magnesiumstearat und Trennmitteln” wirbt, führen die Pflichtangaben Magnesiumsalze der Speisefettsäuren und vorgelatinierte Stärke auf. Beides ist unbedenklich, aber der Widerspruch zwischen Werbetext und Etikett gefällt uns nicht. Für Einsteiger mit kleinem Budget, die eine B-Vitamin-Kombination schätzen, dennoch brauchbar.
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Platz 7: OnEnergy Magnesiumbisglycinat 300 mg (180 Kapseln)
OnEnergy liefert in drei Kapseln 1500 mg Magnesiumbisglycinat mit 300 mg Magnesium, also 100 mg pro Kapsel. Die 180er-Dose reicht zwei Monate und kostet 14,99 Euro – ein Tagespreis von rund 25 Cent, was das Produkt zu einem der günstigsten hochdosierten Reinpräparate im Vergleich macht. Das Produkt stammt aus der Slowakei und wird in Apotheken ebenso gelistet wie bei Amazon, wo es seit Frühjahr 2025 mit 4,3 Sternen bewertet ist. Warum dennoch der letzte Platz? Die Zutatenliste führt neben dem Bisglycinat mikrokristalline Cellulose als Füllstoff und Magnesiumstearat als Trennmittel auf. Beides ist unbedenklich, aber eben nicht nötig – und genau an diesem Punkt unterscheiden sich die Spitzenprodukte vom Mittelfeld. Hinzu kommt die Dreier-Dosierung und das Fehlen einer öffentlich einsehbaren Laborprüfung. Wer ein günstiges, hochdosiertes Präparat sucht und mit Zusatzstoffen leben kann, bekommt hier viel Magnesium für wenig Geld.
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Warum Stress den Magnesiumspiegel leert
Magnesium ist an mehr als 300 enzymatischen Reaktionen beteiligt. Es reguliert die Erregbarkeit von Nervenzellen, dämpft die Freisetzung von Stresshormonen und sorgt dafür, dass Muskeln nach der Anspannung wieder locker werden. Unter akutem Stress wird vermehrt Magnesium aus den Zellen freigesetzt, gleichzeitig steigt die Ausscheidung über die Nieren. Hält diese Phase über Wochen an, rutscht der Körper leicht in eine Unterversorgung, die im normalen Blutbild oft nicht einmal auffällt, weil nur rund ein Prozent des gesamten Magnesiums im Blut zirkuliert. Der Rest sitzt in Knochen und Muskeln. Die Folgen sind unspezifisch und werden deshalb gern dem Stress selbst zugeschrieben: Muskelzucken am Augenlid, innere Unruhe, Reizbarkeit, Einschlafprobleme, Verspannungen im Nacken, Herzstolpern. Wer bei solchen Symptomen nur an „zu viel um die Ohren” denkt, übersieht leicht, dass der Nährstoffhaushalt längst mitspielt. Erschwerend kommt hinzu, dass die typische Stressernährung – Kaffee, Fertiggerichte, Alkohol am Abend – den Bedarf weiter erhöht und die Zufuhr gleichzeitig senkt.
Was die Forschung zu Magnesium bei Stress sagt
Die Verbindung zwischen Magnesiumstatus und Stressempfinden ist keine Vermutung aus der Wellness-Ecke, sondern inzwischen gut untersucht. Eine randomisierte klinische Studie an gesunden Erwachsenen mit starkem Stress und niedrigem Magnesiumspiegel, zusammengefasst in der Fachzeitschrift EFSM (European Food Science & Nutrition Monitor), verglich über acht Wochen eine tägliche Magnesiumgabe von 300 mg allein mit derselben Dosis plus Vitamin B6. In beiden Gruppen sank das gemessene Stressniveau deutlich – um rund vierzig Prozent. Bei den Teilnehmern mit besonders ausgeprägtem Stress erzielte die Kombination mit Vitamin B6 einen zusätzlichen Vorteil gegenüber Magnesium allein. Zwei Punkte sind daraus für die Praxis wichtig: Erstens bewegt sich die wirksame Dosis im Bereich von etwa 300 mg elementarem Magnesium pro Tag – was erklärt, warum die 250-mg-Produkte in unserem Vergleich Punkte eingebüßt haben. Und zweitens braucht der Effekt Zeit. Acht Wochen waren der Studienzeitraum, nicht acht Tage. Ein zweiter Forschungsstrang betrifft die Frage, ob Magnesium auch kognitive Leistung und Schlaf beeinflusst. Die sportärztezeitung berichtet über eine placebokontrollierte Untersuchung mit Magnesium-L-Threonat, einer Form, die besonders gut die Blut-Hirn-Schranke überwindet. Die Probanden zeigten nach drei Wochen Einnahme messbare Verbesserungen bei Aufmerksamkeit und Verarbeitungsgeschwindigkeit sowie eine bessere subjektive Schlafqualität. Für unser Thema ist das aus zwei Gründen relevant: Es zeigt, dass Magnesium im Gehirn tatsächlich etwas bewirkt – und es erklärt, warum manche Hersteller Bisglycinat mit L-Threonat kombinieren. Für den Alltag unter Stress bleibt Bisglycinat allerdings die vielseitigere Basis, weil es gleichzeitig Muskeln, Nerven und Verdauung bedient und deutlich günstiger ist. Wer zusätzlich an der Konzentration arbeiten möchte, kann L-Threonat ergänzen.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Der Markt für Magnesiumbisglycinat ist in den letzten drei Jahren förmlich explodiert, und nicht jede Dose hält, was das Etikett verspricht. Der häufigste Trick: Auf der Vorderseite steht groß „1500 mg Magnesiumbisglycinat”, was beeindruckend klingt, tatsächlich aber nur rund 300 mg elementares Magnesium bedeutet – denn der Großteil des Gewichts entfällt auf Glycin. Das ist völlig in Ordnung, solange der Hersteller den Magnesiumanteil klar ausweist. Ob auf der Dose Magnesium Bisglycinat oder Magnesiumglycinat steht, ist übrigens nur eine Frage der Schreibweise, gemeint ist dieselbe Verbindung. Problematisch wird es, wenn Produkte mit „Bisglycinat” werben, in der Zutatenliste aber Magnesiumoxid als Streckmittel steht. Die Angabe „gepuffert” ist hier ein Warnsignal. Ebenfalls lohnend ist ein Blick auf die Zusatzstoffe: Magnesiumstearat, Siliciumdioxid, Stärke und Reismehl sind unbedenklich, aber unnötig – und wie unser Vergleich zeigt, stimmt der Werbetext nicht immer mit den Pflichtangaben überein. Je kürzer die Zutatenliste, desto besser. Weitere Kriterien sind die Kapselhülle (pflanzliche Cellulose statt Gelatine), die Zahl der Kapseln pro Tagesdosis – zwei sind alltagstauglicher als drei oder vier – und die Frage, ob eine unabhängige Laborprüfung auf Schwermetalle vorliegt. Und schließlich der Preis pro Tagesportion: Ein gutes Präparat kostet zwischen 20 und 50 Cent am Tag. Alles deutlich darüber bezahlt in der Regel das Marketing, alles weit darunter sollte misstrauisch machen. Nach genau diesen Kriterien haben wir auch unseren Magnesiumbisglycinat Testsieger ausgewählt.
Dosierung und Einnahme bei Stress: So holen Sie das Maximum heraus
Die Studienlage spricht für etwa 300 mg elementares Magnesium pro Tag als sinnvolle Dosis bei Stress. Das entspricht bei den meisten Bisglycinat-Produkten 1500 mg der Verbindung, also zwei bis drei Kapseln. Mehr bringt nicht automatisch mehr: Die Aufnahme im Darm ist begrenzt, und was nicht aufgenommen wird, wird ausgeschieden. Beim Zeitpunkt gibt es zwei Strategien. Wer vor allem tagsüber unter Anspannung und Reizbarkeit leidet, nimmt die Kapseln morgens zu einer Mahlzeit. Wer primär Einschlafprobleme und nächtliches Grübeln kennt, verschiebt die Einnahme in den Abend, weil Glycin und Magnesium hier gemeinsam das Herunterfahren unterstützen. Eine dritte Variante teilt die Dosis: eine Kapsel morgens, eine abends. Wichtig ist in jedem Fall die Regelmäßigkeit. Die Magnesiumspeicher in Muskeln und Knochen füllen sich langsam, und die Stressstudie zeigte ihre volle Wirkung erst nach acht Wochen. Wer nach fünf Tagen keinen Unterschied spürt und aufhört, hat dem Präparat schlicht keine Chance gegeben. Ein Wort zu Kombinationen: Vitamin B6 verbessert nachweislich die Wirkung bei starkem Stress und ist in einigen der verglichenen Präparate bereits enthalten; wer ein Reinprodukt wählt, kann es bei Bedarf getrennt ergänzen. Wer ohnehin mit pflanzlichen Begleitern arbeitet, sollte auf Wechselwirkungen achten – bei den meisten Ölen und Extrakten gibt es keine, wie wir auch in unserem Beitrag über Schwarzkümmelöl-Kapseln und ihre richtige Dosierung ausführlicher beschrieben haben. Abstand halten sollte man dagegen zu bestimmten Antibiotika, Schilddrüsenmedikamenten und Bisphosphonaten, weil Magnesium deren Aufnahme behindern kann. Zwei bis drei Stunden zwischen den Einnahmen reichen in der Regel aus.
Nebenwirkungen und Grenzen
Magnesiumbisglycinat gilt als die verträglichste Magnesiumform überhaupt. Der abführende Effekt, der bei Oxid und Citrat häufig auftritt, bleibt hier fast immer aus, weil das Chelat nicht osmotisch wirkt. Wer dennoch empfindlich reagiert, nimmt die Kapseln zu einer Mahlzeit statt nüchtern. Ein echtes Risiko besteht nur bei eingeschränkter Nierenfunktion, weil überschüssiges Magnesium dann nicht ausgeschieden werden kann – Betroffene sollten vor der Einnahme Rücksprache mit dem Arzt halten. Das gilt ebenso für Schwangere, Stillende und Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen. Und schließlich die wichtigste Einschränkung: Magnesium ist ein Baustein, kein Heilmittel. Es kann dem Nervensystem helfen, mit Belastung besser umzugehen, aber es löst weder den Konflikt im Büro noch die Überstunden. Wer über Monate unter Druck steht und körperliche Symptome entwickelt, braucht neben Mineralstoffen auch Veränderungen im Alltag – und im Zweifel ärztliche Abklärung.
Häufig gestellte Fragen
Wie schnell wirkt Magnesiumbisglycinat bei Stress?
Erste Effekte auf Muskelentspannung und Schlaf berichten viele Anwender nach ein bis zwei Wochen. Die volle Wirkung auf das Stressempfinden zeigte sich in Studien nach etwa acht Wochen regelmäßiger Einnahme.
Ist Magnesiumbisglycinat besser als Magnesiumcitrat?
Beide Formen sind gut bioverfügbar. Bisglycinat ist jedoch deutlich verträglicher für den Darm und bringt mit Glycin eine Aminosäure mit, die selbst beruhigend wirkt. Bei Stress und Schlafproblemen ist Bisglycinat daher die bessere Wahl, bei Verstopfung kann Citrat vorteilhaft sein.
Reinprodukt oder Komplex mit B-Vitaminen?
Wer nur Magnesium ergänzen möchte und andere Nährstoffe bereits abdeckt, fährt mit einem Reinprodukt wie Provilea, Nutrifair oder natural elements am besten. Wer gezielt an der Stressresistenz arbeitet und noch kein B6 nimmt, kann zu einem Komplex greifen – sollte dann aber darauf achten, dass die Magnesiumdosis trotzdem bei etwa 300 mg liegt.
Kann ich Magnesiumbisglycinat dauerhaft einnehmen?
Ja. Bei gesunder Nierenfunktion ist eine dauerhafte Einnahme in der empfohlenen Dosis von rund 300 mg Magnesium pro Tag unbedenklich. Viele Anwender nehmen das Präparat über Monate oder Jahre.
Gibt es Magnesiumbisglycinat in der Apotheke?
Ja, inzwischen führen Versandapotheken wie DocMorris und Shop Apotheke mehrere Präparate, darunter unseren Magnesiumbisglycinat Testsieger von Provilea. Der Vorteil gegenüber Marktplätzen liegt in der zusätzlichen Prüfung der Pflichtangaben.
Hat Stiftung Warentest Magnesiumbisglycinat getestet?
Nein. Weder Stiftung Warentest noch Öko-Test haben die Produktgruppe bislang untersucht. Wer im Netz auf ein angebliches Testsiegel eines dieser Institute stößt, sollte misstrauisch werden. Einen offiziellen Magnesiumbisglycinat Testsieger gibt es also nicht; wer den Begriff verwendet, meint ein redaktionelles Urteil wie unseres.
Unsere Bewertung: Magnesiumbisglycinat bei Stress
Wer unter Dauerstress steht, verliert Magnesium – und ein niedriger Magnesiumspiegel macht den Stress schlimmer. Diesen Kreislauf zu durchbrechen ist mit Magnesiumbisglycinat einfacher als mit jeder anderen Magnesiumform, weil die Chelatbindung hohe Aufnahme, beste Verträglichkeit und den zusätzlichen Effekt des Glycins in einer Kapsel vereint. Die Forschung stützt eine Dosis von rund 300 mg elementarem Magnesium pro Tag über mindestens acht Wochen, idealerweise ergänzt um Vitamin B6. Beim Kauf zählen eine kurze Zutatenliste, die auch zum Werbetext passt, eine klare Angabe des elementaren Magnesiums, eine pflanzliche Kapselhülle und eine überschaubare Zahl an Kapseln pro Tag. Nach diesen Kriterien hat sich Provilea als Magnesiumbisglycinat Testsieger an die Spitze unseres Vergleichs gesetzt: 300 mg Magnesium in zwei Kapseln, zwei Zutaten, nachvollziehbare Angaben und ein Preis, der mit dem aktuellen Apothekenrabatt kaum zu schlagen ist. Nutrifair folgt als günstigstes Reinprodukt mit Dreier-Dosierung, der Komplex von 4 HIM & HER und die Kombi-Formel von AlpsNature sind die Wahl für alle, die B6 gleich mit abdecken wollen. Wer nach Wochen voller Anspannung endlich wieder ruhiger durch den Tag kommen und abends abschalten möchte, hat hier einen Begleiter, der genau an der richtigen Stelle ansetzt – vorausgesetzt, man gibt ihm die Zeit, die die Speicher zum Auffüllen brauchen.
